Was kann die Entwicklung des Babys negativ beeinflussen?

Hättest du es gewusst?! Wie Baby-Walker, Türhopser und Co. die Entwicklung deines Kindes sogar negativ beeinflussen können!

Wir befinden uns in einem Zeitalter des enormen Fortschritts menschlicher Zivilisation und können uns daher anhand verschiedenster „Annehmlichkeiten“ erfreuen.

Weniger erfreulich ist allerdings, dass diese Vorzüge der modernen Zeit nicht immer positive Auswirkungen auf die Entwicklung unserer Kinder haben.

Vielmehr noch, oft schaden sie unserem Kind mehr, als dass sie diesem nützen, wie das Ergebnis einer kanadische Studie zeigt: „Tablets und Smartphones können die Sprachentwicklung bei Kleinkindern behindern“. (1)

Und dabei haben wir nicht einmal vor, in unserem Beitrag über Tablets, Smartphones und Fernseher zu schreiben. Sicher, sie sind gern genutzte Erziehungshelfer, wenn Moritz, Nora, Elfi, Timo und Co. mal wieder gar nicht zu quengeln aufhören und Mama oder Papa eine kurze Verschnaufpause brauchen …

Sie helfen sozusagen, den Zustand der Ruhe und des inneren Gleichgewichts aufrechtzuerhalten – bei uns Eltern, nicht etwa bei den Kindern. Die nörgeln höchstens, wenn das Gerät nach einer kurzen Zeit wieder ausgeschaltet werden muss, weil sich in Mami oder Papi doch das schlechte Gewissen meldet …

Wir Eltern wissen, dass derartige Geräte vor allem den kleinen Kindern dauerhaft keinen Nutzen bringen – spätestens bei Kleinmäxchens Tobsuchtanfall, nachdem das Gerät wieder ausgeschaltet werden musste … PUNKT. Das brauchen wir hier gar nicht näher erläutern …

Uns interessiert aber, was sich noch negativ auf unsere Kinder auswirken kann. Darum beschäftigen wir uns in diesem Beitrag mit der Frage, welche weiteren Aspekte die positive Entwicklung unserer Kinder behindern können. Dabei rücken vor allem Phänomene in unseren Blickpunkt, die augenscheinlich für eine positive Entwicklung stehen, jedoch genau das Gegenteil bewirken…

Baby-Walker, Gehfrei und Co. – Wir sagen entschieden: NEIN!

Der erste „falsche Freund“ auf unserer schwarzen Liste der Dinge, die nicht förderlich für die Entwicklung deines Kindes sind, umfasst alles, was mit Geräten rund um das Thema „Laufen lernen“ zu tun hat. Nein, das ist kein Witz. Wir erfinden das nicht.

Sogar Spezialisten meinen, dass es besser sei, diese auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen, als sie dem Kind zu geben, damit es laufen lernt.

Lauflernhilfen sind unter den Namen Gängelwagen, Gehfrei, Lauflernschule oder Baby-Walker bekannt. Dabei verfolgen alle das gleiche Konzept: ein Gestell auf kleinen Rädern. Darin wird das Baby in eine halb sitzende, halb stehende Position gebracht, um sich so fortbewegen zu können. Diese Baby-Walker gibt es für Kinder im Alter von sechs bis 15 Monaten zu kaufen, die noch nicht laufen können.

Dabei sind LauflernHILFEN alles andere als eine Hilfe für Babys Entwicklung! Physiotherapeuten zählen Baby-Walker zu den Hauptursachen, die das Auftreten von Haltungsfehlern bei Kindern beeinflussen. Warum?

Mithilfe eines Lauflernwagens werden die Hüftgelenke eines Kindes überlastet und können sich dadurch falsch entwickeln. Außerdem trainiert das Kind damit weder die Muskulatur des Oberkörpers noch den Gleichgewichtssinn. Stattdessen lernt es, sich mit den Zehen und der Fußinnenseite vom Boden abzustoßen, was zu Plattfüßen und anderen Fehlstellungen führen kann.

„Wie, DEIN Kind läuft immer noch nicht?!“ – Verzögerte motorische Entwicklung durch „Gehfreis“

Schon im Jahr 1997 erklärte der Experte Dr. Norbert Bier im Rahmen eines Interviews der Stiftung Warentest (2), dass Kinder, die oft im Baby-Walker oder ähnlichen Geräten säßen, häufig eine Verzögerung in ihrer motorischen Entwicklung zeigten.

So lernten sie deutlich später das Laufen als andere Kinder. Hinzu kommen weitere Entwicklungsstörungen, wie z. B. behandlungsbedürftige Spitzfußstellungen und spastische Bewegungsstörungen sowie weitere Fehlstellungen der Füße und Verkürzungen der Muskeln.Darüber hinaus kann es zu pathologischen Bewegungsmustern kommen.

Außerdem beeinflussen Gehfreis die wichtigen Schritte der Gleichgewichtsentwicklung negativ. Normalerweise müssen Kinder, um aufrecht stehen zu können, ihr Gleichgewicht halten, wobei die komplette Muskulatur trainiert wird.

Sicher, dabei fallen sie zigmal um, sie wackeln und balancieren, sie probieren es weiter. PLUMPS … wieder eine Landung auf dem kleinen Popo … MACHT NICHTS! WEITER GEHT’S! Bis sie schließlich stehen und am Ende auch laufen können. Dieser Entwicklungsschritt ist enorm wichtig, denn: GLEICHGEWICHT und HALTUNG werden trainiert, die RICHTIGE KÖRPERHALTUNG wird geprägt, die ganze MUSKULATUR wird gestärkt und SELBSTBEWUSSTSEIN wird gewonnen.

Mittels einer Lauflernhilfe „stehen“ Kinder plötzlich sicher aufrecht, ohne dass sie sich dafür hochgezogen hätten oder sich dabei ausbalancieren mussten. Ihre Muskulatur wird nicht richtig gestärkt.

Es handelt sich nur um einen kurzfristigen Erfolg und am Ende ist dein Kind schnell entmutigt und wenig motiviert, selbst das Laufen zu lernen. Natürlich wird es eines Tages auch laufen, aber möglicherweise bereits mit eingeprägter Fehlhaltung.

In kürzester Zeit entwickeln die Kinder im schlimmsten Fall eine ähnliche Haltung wie bei einer spastischen Lähmung. Selbst wenn sie schon nicht mehr im „Gehfrei” sitzen, zeigen sie auch weiterhin den Zehengang. „Dank“ eines Gehfreis kann es zu Verkürzungen der Muskeln und Sehnen kommen.

Es dauert dann lange, die spastische Fehlhaltung zu behandeln und den Kindern die natürlichen Bewegungsmuster beizubringen. Viel Mühe und Anstrengung sind erforderlich, um so einigermaßen zurückzurudern.

Deshalb sagen wir NEIN zu Baby-Walker, Gehfrei und Co. Aber die schwarze Liste der Dinge, die nicht förderlich für die Entwicklung deines Kindes sind, geht noch weiter …

Türhopser oder Baby-Jumper – eine Garantie der späteren Probleme

Nummer ZWEI: die sogenannten Türhopser oder „Jumper“. „Ein Türhopser ist ein spezieller Sitz für Babys, der an einem elastischen Seil hängt. Das Seil ist an einen Halter gebunden, der oben am Türrahmen befestigt wird. Wenn du dein Baby in den Sitz setzt, kann es darin strampeln oder sich mit seinen Füßchen vom Boden abstoßen und hüpfen.“ (3)
Spezialisten sehen die Verwendung eines Jumpers äußerst kritisch. Warum ist das so? Beim Sitzen im Türhopser ist das noch sehr weiche Skelett deines Babys senkrecht gestellt, ohne dass dabei die Muskulatur schon bereit und gestärkt wäre. Es sitzt in einer für die Hüfte sehr ungünstigen Position (ohne Froschhaltung wie in einer Schlinge) und wird beim Hopsen in alle möglichen Richtungen geschlagen und verdreht.
Der Jumper führt also zu einer Krümmung der Wirbelsäule und setzt Haltungsfehler fort. Bei einem Kind, das noch nicht selbstständig sitzen und laufen kann, darf man den Jumper daher KEINESFALLS verwenden. Eingebettet in eine solche „Rüstung“ wird es beim Springen sicher viel Spaß haben, denn es hüpft ja gerne, aber vor allem, und das ist das Wichtigste, belastet es hüpfend in dieser künstlich erzeugten senkrechten Position seine Wirbelsäule, die darauf noch nicht vorbereitet ist.
Problematisch an Türhopsern ist zudem, dass Kinder sie natürlich toll finden und sich gerne selbst darin beschäftigen. Das finden dann auch die Eltern toll, denn für sie bedeutet das einen Moment der Entspannung, eine kleine Verschnaufpause. Deswegen sind diese Geräte auch so populär. Eltern ist oft nicht bewusst, dass so ein kleiner Baby-Jumper verheerende Folgen auf die Entwicklung ihres Kindes haben kann.
Den Jumpern ist zu „verdanken“, dass sich Kinder sehr rasch eine spastische Fehlhaltung angewöhnen, die dann die gesunde motorische Entwicklung beeinträchtigt, statt sie zu fördern.

Und was noch? – Hopsen belastet den gesamten Haltungsapparat des Kindes

Überlastet werden auch die Hüften. Das gesamte Gewicht des Kindes lastet auf dem Schambein und damit bei Jungen auf den Hoden. Die Wirbelsäule wird immer wieder gestaucht, was sehr problematisch für die normale Entwicklung ist.

Auch die Gelenke, insbesondere die Fußgelenke, werden über die Maßen beansprucht. Das alles wird Spätfolgen haben. Dabei sind Schmerzen und orthopädisch notwendige Behandlungen nicht ausgeschlossen.

Niemand wird Eltern einen Vorwurf machen, vor allem niemand, der selbst Kinder hat, dass sie hin und wieder Pausen benötigen. Pausen vom ständigen Dasein, vom Herumtragen, vom Schunkeln und Wiegen, einfach von der Dauerbespaßung des Kindes. Wenn man sieht, wie wunderbar sich das Kind mit einem Jumper selbst beschäftigt und zufrieden zu sein scheint, fällt es schwer, sich dagegen zu „wehren“. Niemand, der bei Trost ist, würde das tun.

So manch ein Elternteil, dem wohl bewusst ist, dass Hopsa und Co. dem eigenen Kind nicht gut tun, hat zumindest aus Verzweiflung schon den ein oder anderen Gedanken daran verschwendet – nur, um das Kind für ein paar Minuten zufriedenzustellen. Fühlst du dich ertappt? Du glaubst, so ein paar Minuten könnten nicht schaden? Sie SCHADEN!

Deshalb ist die Memola Babywiege eine gute Alternative und vor allem eine gute Entscheidung. Das Kind lässt sich dort prima ablegen und schaukeln, während man selbst etwas anderes tut, ob Haushalt oder PAUSE … Dank der fast transparenten Seitenteile kannst du dennoch stets ein Auge auf deinen Schützling haben.

Umgekehrt kann dein Kind dich ebenfalls in seiner Nähe sehen und fühlt sich daher sicher und ist zufrieden. Darüber hinaus beruhigt die sehr natürliche und stimulierende Bewegung der Memola Babywiege dein Kind sanft und schnell. Und was noch ein großer Gewinn ist: Dein Kind kann sich darin sogar selbst durch seine eigenen Bewegungen schaukeln und sich auf diese Weise selbst beschäftigen. Und das ist unser Konzept!

Wir wollen dein Kind unterstützen, aber gleichzeitig soll es Dinge selbst tun, Erfahrungen selbst sammeln. Das Kind kann in der Memola nur sitzen und toben, wenn seine Muskeln und der ganze Bewegungsapparat ausreichend entwickelt und stark genug ist. Andernfalls wird es liegen, was anfangs genauso super ist.

DAHER: Wiegen, drehen und schaukeln JA; ABER: In Wiegen und Schaukeln und nicht in Türhopsern, Baby-Jumpern und Co., die die Entwicklung des Kindes nicht fördern, sondern behindern.

Ebenfalls ein „No-GO“ – Das Laufenlernen an der Hand

An dieser Stelle unserer SCHWARZEN LISTE sind auch andere Praktiken rund um das Laufenlernen erwähnenswert, die mehr oder weniger sogar von Spezialisten empfohlen werden.

Wichtig ist, dass du das Laufenlernen deines Kindes nicht beschleunigen solltest. Hab GEDULD, auch wenn das nicht immer leicht ist! Das Kind muss diesen Weg allein gehen. Gehhilfen sind bereits durchgefallen, soweit so gut, aber es ist auch schädlich, das Kind an den Händen zu „führen“, da dies zu einer Fehlform der Füße, Beine und des gesamten Körpers führen kann – unsere Nummer DREI also.

Am besten lernt ein Kind das Laufen durch seitliches Gehen entlang von Möbeln oder Wänden. So sollte es sein. Aber vorher muss das Kleinkind stehen und natürlich krabbeln und so lange wie möglich krabbeln können, denn das ist eine essenzielle Phase in seiner Entwicklung.

Warum? Diese scheinbar banale Aktivität formt den korrekten Muskeltonus der linken und rechten Körperseite. Außerdem stärkt es Wirbelsäule und Muskulatur. Es ist jedoch nicht nur ein Training für den Körper, sondern auch für das Gehirn.

Das Ausführen von gekreuzten Bewegungen aktiviert beide Gehirnhälften und dies trägt wiederum zur Bildung vieler Nervenverbindungen untereinander bei. Das bedeutet, dass unser Kind in Zukunft wahrscheinlich leichter und schneller Fähigkeiten wie Schreiben, Lesen und Zählen erwerben wird.

Also: Hab GEDULD! Das zahlt sich auch später aus!
Dabei ist die richtige Vorbereitung des Kindes von großer Bedeutung. Ein Kind, das nicht ALLEIN geht, hat noch nicht die entsprechende Muskulatur, die es braucht, um eine aufrechte Haltung beibehalten zu können. Was passiert in diesem Zusammenhang, wenn wir es erzwingen und das Kind von solchen externen Geräten aufrecht halten lassen?

Die Wirbelsäule und das gesamte Skelettsystem beginnen, sich in verschiedene Richtungen zu verdrehen, weil nichts sie stützt (die Muskeln sind noch zu schwach) und diese Position fixiert ist.

So beginnt unser Kind seine Reise durchs Leben krumm und unvorbereitet. Deshalb solltest du dich zunächst um die Entwicklung der kindlichen Muskulatur kümmern, bis das Kind ohne „Helfer“ selbstständig stehen und selbstbewusst vorwärts gehen kann.

Alle Kinder, die in der Memola Babywiege „aufgewachsen“ sind, beginnen in der Regel noch vor ihrem ersten Geburtstag von selbst zu laufen, weil sie gut darauf vorbereitet sind. Ihre Sinne haben sich durch das Schaukeln gut vernetzt und entwickelt. Sie haben ein ausgezeichnetes Körpergefühl und sind sehr fit. Vor allem haben sie auch eine starke Muskulatur. Sie gehen, schlicht, weil sie es können. Sie laufen sicher und sie laufen früher als die meisten gleichaltrigen Kinder.

Die Memola Babywiege ist so konzipiert, dass deinem Kind alle Möglichkeiten einer guten Entwicklung gegeben sind, ohne es zu überfordern und ihm Selbstversuche wegzunehmen.

Wiege, Wippe, Autositz und Co. – Ist wirklich alles für dein Kind geeignet?

So weit so gut, Babywalker und Jumper sind raus – ebenso die eigene Hand als Lauflernhilfe. Aber welche weiteren Dinge geben vor, förderlich für die Entwicklung unserer Kinder zu sein und sind es letztlich nicht?

Nummer VIER auf unserer schwarzen Liste der Dinge, die nicht förderlich für die Entwicklung deines Kindes sind, betrifft weniger die Ausstattung selbst als vielmehr den falschen Umgang damit.

Es geht um modische Schaukelstühle, Autositze, Laufställe usw. Eine direkte Verbindung zwischen ihrer Verwendung und der Schädigung unserer Kinder ist nicht nachweisbar. Dennoch lohnt sich eine maßvolle Nutzung auf jeden Fall.

Denn eine übermäßig lange „Ruhigstellung“ des Kleinkindes, beispielsweise in Wippen oder Autositzen (nicht nur während der Fahrt, sondern auch zuhause), kann durchaus zur Entwicklung von Haltungsfehlern führen.

Ferner hemmt das Verharren in einer gebückten Position über viele Stunden die Entwicklung der Bauchmuskulatur. Es ist wichtig zu wissen, dass die Möglichkeit der freien Bewegung (auch mit Armen und Beinen) eines Kindes nicht nur die motorische Entwicklung, sondern auch die neurologische Entwicklung fördert.

Während das eine Kind die stundenlange Bewegungseinschränkung durch das „Feststecken“ in einer Wippe mit Gurten hinnehmen muss, die ihm unter anderem die Möglichkeit der natürlichen Entwicklung nehmen, verbessert ein anderes in derselben Zeit seine Motorik und krabbelt auf dem Boden.

Darüber hinaus „nimmt ein Kind, das in einer Position festgenagelt ist, die Welt nur aus einer Perspektive wahr, kann seinen Körper nicht in Bewegung erleben, trainiert nicht, stärkt keine Muskeln, lernt und erwirbt keine neuen motorischen Fähigkeiten“. (4)

Krabbeln und Bauchlage kommen zu kurz

Was ist nun aber so schädlich an Babywippen? Unumstritten ist, dass diese überaus praktisch sind, zum Beispiel beim Füttern.

Ein Einsatz der Babywippe von ca. 20 bis 30 Minuten täglich erscheint unbedenklich. Aber was, wenn dieser Zeitraum deutlich überschritten wird und die Wippe vielmehr zur „Aufbewahrung“ des Kindes dient. Es ist eben bequemer, das zufriedene Kind in dieser Position verharren zu lassen, statt es in die bei Babys oftmals so unbeliebte Bauchlage zu bringen, damit es seine Muskulatur trainieren und sich positiv entwickeln kann.

Doch Kinder, die lange in Babywippen sitzen, werden in einer Position gehalten, in der ihre Muskulatur zu wenig Ansprache erhält und sich nicht gleichmäßig entwickeln kann, wie schon erwähnt beispielsweise die Bauchmuskulatur. Diese verkürzt sich dadurch und ist am Ende nicht stark genug für die typischen Bewegungen eines Babys beim Robben, Krabbeln usw.

Durch das mehr oder weniger „runde“ Gefesseltsein wird zudem die Rückenmuskulatur nicht oder falsch beansprucht, was zu Haltungsschäden führen kann. Der größte Vorwurf an die Babywippen, den auch Physiotherapeuten bestätigen, ist, dass sie für eine einseitige Entwicklung der Muskeln verantwortlich sind.

Es werden nur bestimmte Bereiche gestärkt wie Hände und Füße und selbst das nicht im ganzen Spektrum. Bauchmuskulatur, seitliche Muskulatur, Nacken- und Rückenmuskulatur entwickeln sich nicht nur schlecht, sie verkürzen sich schlimmstenfalls sogar.

Ein gekrümmter Rücken kann nicht entzücken

Weiter wird der Rücken unnatürlich gekrümmt. Das Liegen in der Babywippe gleicht einem Gefühl wie in einer Hängematte. Solange das Kind noch klein ist, ist die Wirbelsäule noch biegsam.

Die unnatürliche Krümmung in einer Babywippe und die damit verbundene falsche Belastung können zu erheblichen Schäden führen.

Leider sind die Babywippen oftmals nicht nur für den kurzen Einsatz gedacht. Das zeigt sich vor allem anhand der umfangreichen Auswahl an elektrisch betriebenen Schaukeln in den verschiedensten Formen.

Häufig liegt das Kind darin zu oft und für zu lange Zeit, was seine normale Entwicklung schlicht und einfach behindert. Natürlich ist es in dem Moment ruhig, aber die Probleme kommen dann später …

Bewegungsunfähigkeit in Autositz und Babyschale

Kommen wir zum Autositz. Klar, ein Autositz ist ein sehr wichtiger und notwendiger Ausrüstungsgegenstand – während der Fahrt. Wobei auch hier ein täglicher Gebrauch möglichst zu vermeiden ist.

Schon gar nicht ist aber die Verwendung zuhause oder anstelle eines Kinderwagens vorgesehen. Physiotherapeuten alarmieren, dass Eltern ihre kleinen Kinder praktisch ununterbrochen in die Babyschale setzen.

Beim Autofahren, beim Spaziergang und zuhause. Infolgedessen haben die Babys, ähnlich wie bei den Babywippen, oft Schwierigkeiten mit der Entwicklung des richtigen Muskeltonus, dem Aufbau und der Kräftigung ihrer Muskeln, insbesondere der Bauchmuskulatur, und sie haben motorische Probleme.

Später äußern sich diese Probleme beim Krabbeln und Gehen. Ihre motorische Entwicklung ist nicht so optimal, wie sie sein könnte.

Problematisch ist, dass die Kleinen zu wenig Zeit in der Bauchlage verbringen, da Babyschalen ähnlich wie die Babywippen eine solche Position verhindern. Stattdessen sitzen sie darin in zusammengerollter Haltung, welche die Dehnung und richtige Straffung der Bauchmuskulatur verhindert.

Zwei Stunden im Autositz sind daher wirklich das Maximum. Sporadisch können es auch mal mehr sein, OK. Umgekehrt fährt schließlich niemand mit einem kleinen Baby täglich zwei Stunden und mehr mit dem Auto.

Bedenklich ist eher, dass viele die Babyschale regelmäßig und häufig mehr als 30 Minuten als Kinderwagenersatz oder zuhause statt einer Wiege nutzen. Das geht so nicht! Lass dein Kind stattdessen so oft wie möglich auf dem Bauch liegen und auf einer ebenen Fläche frei rollen.

Denn die Bauchlage ist wichtig für die richtige Entwicklung (siehe Bauchlage in Memola), insbesondere zur Stärkung der Nacken- und Bauchmuskulatur und in Bezug auf das spätere Krabbeln und Laufen.

Wir hören oft von Eltern, deren Kinder nicht krabbeln oder laufen können: „Ach, der Kleine ist ein wenig faul, er will noch nicht krabbeln oder laufen.“ Kinder sind nicht faul! Sie eignen sich mühelos neue Fähigkeiten an, wenn ihr Körper es ihnen erlaubt. Daher ist es wichtig, ihnen angemessene Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.

Den „ganzen Tag“ in einer Liege, Wippe oder Babyschale zu liegen, bietet einfach keine gute Stimulation. Im Gegenteil, es erzwingt nur eine Position und macht das Kind bewegungsunfähig.

Es hat daher weniger Möglichkeiten, sich zu bewegen und mit dem Körper zu experimentieren. Folglich ist es weniger agil als es sein könnte.

Der Laufstall für Tonnen von Spielzeug oder doch für das Kind?

Von einem Laufstall selbst geht keine Gefahr aus. Aber wir sprechen nicht von Bedrohungen, sondern von verpassten Chancen für eine gute Entwicklung.

Der Laufstall ist ein Notausgang, wenn wir das Baby an einem sicheren Ort lassen und zum Beispiel kurz in die Küche oder mal eben auf die Toilette gehen wollen.

Ein beiseite gestellter Laufstall, der sich noch dazu nicht bewegt wie die eben vorgestellten Produkte, ist jedoch für ein Baby bzw. Kleinkind ein wahnsinnig uninteressanter Ort. Im besten Fall sollte ein Krabbelkind die ganze Wohnung erkunden können.

Natürlich geht das nicht immer, denn wir müssten permanent ein Auge darauf haben, aus welchem Blumentopf es jetzt schon wieder die Erde isst oder welches Stromkabel das Kleine nun schon wieder um seinen Minikörper schlingt.

Klar, zu seiner Sicherheit ist es unmöglich, das Kind stets auf dem Boden herumtollen zu lassen wie es möchte, irgendwann brauchen wir ja doch mal die Hände und wenigstens ein Auge frei, um schnell noch die Krümel vom Frühstück aufzusaugen, den selbstgemachten Babybrei zu pürieren, den Windeleimer zu leeren – Ups, das stinkt – und die 1001 Bodys und Strampler zu waschen.

Wie also das Kind „ruhigstellen“ und es dennoch in seiner Entwicklung fördern? Wir brauchen ein Gerät, in dem es seinen Muskeltonus regulieren und die Koordination trainieren kann.

Im Laufstall passiert davon eigentlich nichts oder nur wenig. Der Platz zum Krabbeln ist nicht ausreichend. Anregungen zum Trainieren des Gleichgewichts fehlen. Toben und Spaß haben – Fehlanzeige. Das Kind ist aufbewahrt, aber eigentlich ist es frustriert.

Kein Wunder, dass Kinder es hassen und nach ein paar Minuten weinen und wieder heraus wollen. Erfahrene Eltern wissen das und sagen oft nach den Erkenntnissen mit ihrem erstem Kind: Ein Laufstall nimmt Platz weg und hat eigentlich keinen größeren Nutzen. Außer um mal eben schnell die eine Tonne Spielzeug wegzuschaffen, wenn sich die Schwiegermutter unerwartet ankündigt und das Aufräumen mal wieder zu kurz kam … Herrje! Jetzt aber schnell!

Eine bessere Alternative stellt dagegen die Memola dar. Im sensorischen Korb (Laufstall) der Memola ist das Kind sicher, hat Blickkontakt mit seiner Umgebung und kann darin gleichzeitig toben und schaukeln. Es hat aber nicht nur viel Spaß, sondern trainiert gleichzeitig sein Gleichgewicht und den ganzen Bewegungsapparat.

Oh, wie süß! Seine erste Jeanshose ... – SÜß und SCHÄDLICH

Was ist mit Kleidung? Kann sie auch „schädlich“ sein? Hast du jemals darüber nachgedacht, dass das, was du deinem Kind anziehst, einen großen Einfluss auf seine Entwicklung hat? Stell dir vor, du lernst deinem Körper, wie er sich bewegen soll und steckst dabei in einer starren Rüstung. Sicher, die Bewegungen werden genauso sein, wie es die Rüstung zulässt.

Genau das passiert mit einem Kind, das als Kleinkind in Kinderjeans, Shorts mit dicken Nähten, Kleidung mit auf die Bauchmuskeln drückenden Gummis und Stiefel für ein noch nicht laufendes Kind gesteckt wird. Auch Mädchenkleider helfen oft nicht weiter, im Gegenteil. Stell dir ein Mädchen in einem hübschen Kleidchen oder einem Jeans-Miniröckchen vor, das versucht, krabbeln zu lernen.

Ständig wird es unter dem Knie eingeengt, der Stoff rutscht an unpassende Stellen, die Bewegung wird maximal einschränkt oder das Kind selbst rutscht immer wieder weg.

Ja, die Wahl der richtigen Kleidung ist also wichtig in Bezug auf eine positive Entwicklung. Sie sollte möglichst dehnbar sein und jede Bewegung ermöglichen.

UNSERE KINDER SIND SCHÖN UND EINZIGARTIG, SIE MÜSSEN NICHT WIE EIN ERWACHSENES EXEMPLAR IN JEANS UND JEANSJACKEN USW. GEPACKT WERDEN.

Das betrifft im Übrigen auch weichen Kinder-Denim, dieser ist ebenfalls nicht sehr flexibel. Alles, was sich nicht wie Gummi in alle Richtungen dehnen lässt und über diverse Versteifungen und dicke Nähte verfügt, ist für Babys und Kleinkinder schlicht nicht geeignet.

Es behindert die Entwicklung deines Kindes und nimmt diesem einfach die Möglichkeit eines guten und optimalen Starts.

Damit sind wir am Ende unserer SCHWARZEN LISTE der Dinge, die nicht förderlich für die Entwicklung deines Kindes sind. Vom ein oder anderen „falschen Freund“ hast du vielleicht schon vor unserem Beitrag gehört.

Nun weißt du aber genau, warum die ausgewählten Beispiele nicht einfach nur Nummern sind, die wir nacheinander hier behandelt haben.

Es sind echte HAUSNUMMERN in Sachen negativer Einfluss auf die Entwicklung deines Kindes – vor allem, weil sie uns oftmals einen positiven Effekt auf die Entwicklung unseres Kindes VORTÄUSCHEN! Gemein!

Zitterte Quellen:

(1) Dr. Catherine Birken: Tablets und Smartphones können die Sprachentwicklung bei Kleinkindern behindern

Copyright © 2017 American Academy of Pediatrics Handheld screen time linked with speech delays in young children

(2) Dr. Norbert Bier: Über­flüssig, gefähr­lich – aber immer noch nicht verboten

(3) Wiebke Tegtmeyer: Türhopser: Gefährlich oder spaßig?

(4) Tajchman L., Haltungsschäden bei Kindern, ISBN 9788381149068.

Internetquellen: